Es folgt ein angefangener Roman letzten Jahres im November. Ich bitte um Kritik, vielleicht schaffe ich es eines Tages, ihn doch noch fertig zu stellen. Um es gleich vorweg zu nehmen, die Geschichte handelt über einen Serienmörder, ist ab und zu wirklich sehr nervenkitzelnd und starker Tabak. Personen, denen solche Psycho-Thriller aufs Gemüt schlagen, bitte ich, dies hier nicht zu lesen. Vielen Dank!

Last but not least, hier das vorerst letzte, neunte Kapitel. Es muss nicht das letzte Kapitel sein, denn sonst wäre dies eine unvollendete Novelle.

Der nachfolgende, begonnene Roman ist geistiges Eigentum von Kalie (November 2008)!

9.

Wenn Dunkelheit dein Dasein beherrscht, Hoffnung wieder Licht in deine Welt bringt. Vertrauen ist der Schlüssel, doch muss man jemanden finden, der dieses Gefühl in einem weckt. Ohne den Glauben in das Vertrauen eines anderen, ist die Welt der Menschen verloren.

Nach Hilfe schreit ihre verlorene Seele wieder einmal. Selbstständigkeit ist ihr nicht gegeben. Was ist nur los mit dieser Welt? Einerseits schreit die Welt auf Grund der Ungerechtigkeiten die ihr wiederfahren, Tag für Tag, verlangt nach Hilfe. Doch wenn man es von einer anderen Seite betrachtet, wollen die meisten Menschen nicht wirklich helfen. Sie wollen nur auf ihre Kosten kommen, Tag täglich unterhalten werden. Der Mensch eben, das verabscheuungswürdigste Wesen auf der weiten Welt. Was für einen Sinn hat das Leben dieser Säuger auf diesem Planeten. Es gibt einen Lebenszyklus, jedoch was für einen Sinn hat dieser Zyklus? Die Evolution, also so gesehen die Weiterentwicklung, aber was hat es dem Menschen bis jetzt gebracht? Er hat seines Gleichen schon tausend Male abgeschlachtet, in die Luft gejagt und ans Ende des Abgrundes getrieben. Ist dies hier der Preis für unsere Evolution?

Trotz allem, ich bin froh, die Gabe des Denkens zu besitzen, doch erscheint mir mein derzeitiger Lebensabschnitt ein wenig sinnlos. Nichts mehr im Leben macht mir Spaß, ich dachte immer ich hätte ein Ziel, oder eine Aufgabe in diesem Leben, doch jetzt, gerade in diesem Moment, fühle ich mich leer, zu nichts zu gebrauchen, völlig FEHL am Platz und nutzlos. Ich habe Angst, ich will Geborgenheit fühlen, doch das ist mir ja leider nicht möglich. Das war es mir noch nie möglich. Warum nur, warum bin ich nie in diesen Genuss gekommen? Habe ich es nicht verdient? Sind die Anderen soviel besser als ich? Bin ich überhaupt soviel Wert wie ein Mensch der in die westliche Gesellschaft eingegliedert ist? Oder bin ich das nutzloseste das diese Welt je zum Vorschein gebracht hat? So nutzlos wie die lästige Fliege die ich heute mit einer Zeit erschlagen habe? Warum nur quält mich das Leben denn so? Ich wünschte es wäre bereits vorbei. Ich wünschte ich würde das letzte Mal atmen, ich wünschte das wäre das letzte Mal das mein Herz schlagen würde, das letzte Wort das mein Ohr vernehmen würde, das letzte optische Bild, das mein Auge erblicken würde. Das würde ich mir wünschen, doch nein, ich bin verdammt hier zu bleiben und unter diesem eigenartigen Volk mein Dasein zu fristen. Wenn ich einige von ihnen schon rieche, oder sehen muss wie sie dahin stolzieren, weil sie glauben, sie wären besser als der andere, das weckt teilweise Bedauern in mir, doch wenn mir dann die Übelkeit hoch steigt, verwerfe ich dergleichen Gedanken ganz schnell. Allein der Gedanke, gedacht zu haben, Mitgefühl zu offenbaren für solche widerlichen Geschöpfe ist unverzeihlich und beschert mir Brechreiz. Oft sitze ich nur da, in meinem weiß ausgemalten Raum. Es befindet sich nur ein Stuhl in diesem Raum mit einem angenehmen, weichen Polster als Sitzunterlage. Ich schließe die Augen und versuche einen Moment der inneren Ruhe in dieser gehetzten Welt zu erhalten. Es dauert ein wenig bis ich alle Geräusche rund um mich herum aus diesem Raum und meiner Hörreichweite verbanne. Obwohl manch Gelehrter von Erleuchtung spricht fühle ich immer wieder nur eines. Ein Gefühl der Einsamkeit, aber nicht das Gefühl das man hat, wenn man immer schon alleine war, nein ich spreche von einem anderen, das Gefühl plötzlich alleine gelassen zu werden. Irgendwie ist es erschreckend, wenn einem immer wieder etwas dergleichen, undefinierbares wiederfährt und man hat keine logische Erklärung dafür findet. Ich hab es einfach schon satt, allein zu sein. Ich glaube nicht, daran was mir schon von Kindheit an prophezeit wurde, das ich immer schon allein war, das sich niemand jemals um mich kümmern würde. Meine Heimbetreuer sagten immer, so etwas wie mich hatten sie noch nie gesehen. Es wäre nicht möglich mich in eine gesunde und funktionierende Gesellschaft ein zu gliedern, denn ich wäre jedem Menschen zu unheimlich, unheimlich genug um nie geliebt zu werden. Doch ich denke das ist eine Lüge, sie haben alle gelogen, sie lügen doch alle, sobald sie den Mund auf machen, dieses widerwärtige Menschenpack. Ich kann nicht mehr, kann nicht mehr, nicht mehr, nicht mehr. Ich will in einer solchen Welt nicht mehr leben, wo es anscheinend für mich nichts gibt, wofür es sich lohnen würde. Doch leider bringe ich es nicht übers Herz, mich selbst umzubringen. Ich kann das Leben nehmen, das Leben eines anderen oder einer anderen, aber nicht mein eigenes. Ich habe es schon so oft versucht, und jedes mal ist mein Versuch kläglich gescheitert. Die einzige Befriedigung die mir jetzt noch bleibt, ist das morden. Wenn ich mir meine Opfer aussuche werde ich immer ganz erregt. Wie ein kleines Kind, freue ich mich auf das in weihnachtliches Geschenkpapier gehüllte Präsent und obwohl ich mir vollkommen bewusst bin, was mich erwartet bzw. was ich vorfinden werde, ist es doch immer wieder begleitet von einem Überraschungseffekt, wenn ich jemanden förmlich entzwei reiße. Mein Messer und meine Kraft leisten mir gute Arbeit. Zu aller letzt nehme ich ihnen ihr Gesicht. Ihr wunderschönes Gesicht wird zu einem Bild des Schreckens, Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit. Mein Geschenk an die Welt. Wenn die Welt jemals dazu bereit ist, die Nachricht dahinter zu sehen, hinter meinem Werk.

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