Es folgt ein angefangener Roman letzten Jahres im November. Ich bitte um Kritik, vielleicht schaffe ich es eines Tages, ihn doch noch fertig zu stellen. Um es gleich vorweg zu nehmen, die Geschichte handelt über einen Serienmörder, ist ab und zu wirklich sehr nervenkitzelnd und starker Tabak. Personen, denen solche Psycho-Thriller aufs Gemüt schlagen, bitte ich, dies hier nicht zu lesen. Vielen Dank!

Ich werde mal mit dem achten Kapitel fortfahren, da er bis jetzt aus insgesamt 9. Kapiteln besteht, insofern, kann man von einer Reizüberflutung absehen. Wer Lust und Laune hat, den bitte ich, jedes Kapitel einzeln zu bewerten bzw. zu kritisieren.

Der nachfolgende, begonnene Roman ist geistiges Eigentum von Kalie (November 2008)!

8.

Und auf den Schwingen des Todes, da fühlt man sich blutleer. Das Blut ja doch ist, des Lebens kostbares Elixier. So verschwende keinen Tropfen, denn du weißt ja nicht was er belebt oder ob der Tropfen dir endgültig fehlt. Also Kind, geh sparsam um, denn die Schande des Blutes, geht in dir um.

© by KaLie

Es war schon schwer genug ohne Fragen den Pressesaal zu betreten, da sobald uns die Leute von der Presse sahen auf uns zu kamen und eine Art Traube um uns herum bildeten.

„Bitte warten sie, bis wir mit der Konferenz anfangen. Dort werden sie die Möglichkeit haben, einige Fragen zum Face-Ripper Fall zu stellen und auch beantwortet bekommen. Bitte machen sie jetzt den Weg frei und nehmen sie sobald die Tür geöffnet wird, ihre Plätze ein.“, sprach John mit ruhiger Stimme und kämpfte sich mit mir durch die Menschenmenge. Sobald wir hinter der Tür verschwunden waren, erklärte er mir das der Polizeipräsident Erim Gustil bereits über unser Vorgehen bescheid wusste und es abgesegnet hatte. Erim Gustil war schon seit zwei Jahren in seinem Amt tätig und hatte bis jetzt immer beinahe peinlich perfekte Arbeit geleistet. Er war ein etwas übergewichtiger, kleiner und immer ernst dreinblickender Mann, dem nie ein Wort zuviel, das ihm unnötig erscheint, über die Lippen kam. Erim Gustil wartete schon auf uns im Konferenzsaal und auch sein Gesicht ließ vermuten, dass er über die derzeitige Lage des Falles bzw. der Geschehnisse nicht gerade erfreut war. Anscheinend hatte ihn der Mord an Rebecca Marie Calingez, ebenfalls wie viele andere, aus seiner sonst so kühlen Fassung gebracht.

„Dr. Wilson, Inspektor Sidney. Die Lage ist ernst und die Zeit läuft uns davon. Die Presse wird sich auf uns stürzen wie ein Aasgeier auf das verwesende Fleisch. Lasst uns das schnell durchziehen, dies hier ist für keinen für uns angenehm und ich muss mich noch mit anderen, wichtigen Dingen beschäftigen, die ebenfalls keinen Aufschub dulden. Also nehmen wir Platz, es wird Zeit zu beginnen. Ich werde einführend sprechen und das allgemein, vorbereitete Konzept von ihnen werden sie dann kurz erklären!“, in seiner Stimme lag Nervosität, das konnte man eindeutig heraus hören.

„Jawohl Herr Polizeipräsident Gustil, legen wir los.“, antwortete John und nickte dem zuständigen Polizisten zu, der daraufhin die Tür für die Presseleute öffnete. Wie ein wild gewordenes Rudel von Tieren stürmten die Leute von der Presse herein und stritten sich schon bei Nahe um die besten Plätze.

Sobald wieder Ruhe eingekehrt war, begann der Polizeipräsident zu sprechen: „Es ist uns durchaus Bewusst, dass Sie, die heute hier anwesend sind, näheres über die Ermittlungen in Erfahrung bringen wollen, vor allem um die Öffentlichkeit darüber in Kenntnis zu setzten. Doch sie müssen auch verstehen, dass wir es hier nicht mit einem gewöhnlichen Kriminellen zu tun haben, sondern mit einem Psychopathen der keine Rücksicht nimmt, auf das Leid anderer. Sie werden daher Verständnis haben, dass wir zur Zeit nicht im Stande sind, konkrete und eingehende Details des Falles Preis zu geben. Sie müssen auch Rücksicht auf die Familien der Opfer nehmen. Sie können nun ihre Fragen an unsere zwei Hauptermittelnden stellen. Inspektor John Sidney, der für die Beweisaufnahme zuständig ist und Dr. Kate Wilson, die mit den psychologischen Aspekten des Falles betraut ist.“

„Miss Wilson, können sie uns näheres über das Täterprofil des Face-Rippers sagen? Warum richtet er seine Opfer dermaßen zugrunde und verstümmelt ihre Gesichter?“, die erste Frage, direkt an mich gestellt von Christa Collmori, beschäftigt beim Top Daily News.

„Ich bin nicht befugt, ihnen näheres darüber zu sagen. Zum derzeitigen Zeitpunkt ist noch unklar, es existieren rein Spekulative Aussagen darüber. Alle Opfer weisen Gemeinsamkeiten auf, wie Attraktivität und symmetrische Gesichtszüge. Dies ist in gewisser Weise ein Beweis dafür, dass der Face-Ripper geplant vorgeht, doch sicher können wir das noch nicht sagen.“, antwortete ich mit einer etwas trockenen Stimme, vorsichtig nahm ich einen Schluck Wasser.

„Stimmt es das er sich mit Ihnen in Kontakt gesetzt hat? Was hat ihr Name beim jüngsten Opfer Rebecca Marie Calingez zu bedeuten? Wie lange schreibt er ihnen schon?“, die nächste Frage die erneut an mich von Peter Scott Norris gerichtet war und einschlug wie eine Bombe.

„Ja es ist richtig, beim letzten Opfer befand sich ein Brief, der für mich bestimmt war. Die Erwähnung meines Namens kann nur auf einen unglücklichen Umstand zurückzuführen zu sein, ob der Ripper mich bewusst anschreibt, ist zur Zeit noch nicht geklärt.“, die Presse war unerbittlich.

Energisch und ein wenig verärgert mischte sich John ein, zwischen mich und die Leute von der Presse: “Wir nehmen an, dass es sich bei dem Face-Ripper um einen geplant vorgehenden Mörder handelt. Seine Opfer wählt er nach dem Aussehen, der Zufriedenheit und vor allem nach dem bisherigen Werdegang. Besonderen Wert legt er darauf, ob seine Opfer sich ihre berufliche Ausbildung selbst angeeignet haben, oder Hilfe von Seiten der Familie, Freunden oder fremden Personen erhalten hat. Es geht ihm höchst wahrscheinlich um etwas, das er selbst nie hatte und deswegen, Personen, die in den Genuss solcher Privilege kamen, dafür zu bestrafen. Näheres ist zum derzeitigen Zeitpunkt reine Spekulation. Sie werden verstehen, dass wir nicht näher auf ihre Fragen eingehen können und hoffen sie möchten uns jetzt entschuldigen.“

Kurze Stille legte sich über die versammelte Gemeinschaft, begleitet von eifrigem Schreiben und Blitzlichtgewitter.

„Was ist mit den Briefen, die an Dr. Kate Wilson gerichtet sind und mit dem erst kürzlich ausgeübten Mord an ihrer Kollegin Rebecca Marie Calingez? Wie lange wird der Face-Ripper noch auf Grund ihrer Unfähigkeit morden können? Was glauben sie, wie viele unschuldige Zivilisten hinsichtlich ihrer Untätigkeit noch sterben müssen? Haben sie schon den geringsten Ansatz einer Spur gefunden, während ihrer Kaffeepausen, in denen sie hemmungslos mit ihrer Kollegen und umgekehrt flirten?“, schrieen mehrere Stimmen aus der Menschenmasse der Reporter und versuchten noch eine letzte Antwort auf ihre Fragen zu erhalten, in der Hoffnung den Polizeipräsidenten Emil Gustil, den Inspektor John Sidney und mich, Dr. Kate Wilson ausreichend provoziert zu haben.

„Meine Damen und Herren, sie haben nun ausreichend erfahren, wir bitten sie noch um ein wenig Geduld mit unseren Ermittlern zu haben. Wenn sie mich nun bitte entschuldigen würden, ich habe noch viel zu tun. Noch einen schönen Tag.“, mit diesen Worten stürmte der Polizeipräsident Emil Gustil auf die Ausgangstür zu, doch wie Raubtiere stürzten sich ebenfalls auch die Journalisten auf ihn und stellten ihm noch unzählige Male die gleichen Fragen. Die Presse ist gnadenlos und leider nicht weniger lästig bzw. nervig als Hornissen während einer Grillparty zur Sommerzeit. An solchen Tagen wie diesen, wünschte ich, es gäbe eine Hintertür im Pressesaal, mittels der man in einem Moment der sinkenden Konzentration der Presseleute verschwinden könnte. Nun gut, auch wir müssten jetzt bei der Tür raus, sobald wir den ersten Schritt Richtung Ausgang tätigten, nahm die eine Hälfte der Reporter bereits Witterung auf und stürmte auf uns zu. „Dr. Kate Wilson, fühlen sie sich nicht direkt ein wenig Verantwortlich für die Morde durch den Face-Ripper?“, klang es hinter mir und rechts, links und auch vor mir. „Kein Kommentar!!!!“, Gab ich immer wieder von mir, so wie auch John, er packte mich bei meiner Hand und zerrte mich mit ein wenig Gewalt Einwirkung durch die Menschenmasse. Nach vielen provozierenden, peinlichen, obszönen, ja sogar listigen Fragen, hätten wir uns schließlich und endlich durch gekämpft und eilten sofort zum nächsten Lift, der uns aus dieser Hölle emotionaler Qualen bringen würde. Am Ende mit den Nerven, kehrte ich nach dem John zu einer Besprechung musste, einen anderen Fall betreffend, in mein Büro am Ende des Ganges zurück. Der restliche große Büroraum, eine Art Gemeinschaftsbüro, wirkte plötzlich leer und verlassen. Für einen kurzen Moment, fühlte ich mich einsam, bekam es sogar mit der Angst zu tun, doch dann fiel mir die gerade erst vorhin erwähnte Besprechung ein. Natürlich würden sie alle, oder viele von ihnen daran teilnehmen, aber warum dann ich nicht? Waren meine Qualifikationen in diesem ominösen, rätselhaften Falles nicht gefragt? Ich hatte John nicht gefragt worum es sich hierbei handelte, es interessierte mich in diesem Moment auch gar nicht weiter, doch jetzt hatte es doch einen gewissen Reiz bekommen. Warum war ich nicht eingeweiht? Vielleicht war ich für den Face-Ripper Fall einfach wichtiger, sollte mich also ganz und gar hierauf konzentrieren, ja so war es sicher. Ein Telefon läutete plötzlich an einem der verlassenen Schreibtische. Sollte ich abheben? Aber es war nicht meine Arbeit, außerdem brauchte ich einen kurzen Moment, über das schrille Klingen, erst einmal einem der Telefon zu zuordnen. Ich hatte zwar viel zu tun, aber es würde sicher gleich jemand kommen und mich ablösen vom unglücklichen, zufällig erhaltenen Telefondienst. „Polizeipräsidium West Chester, Sie sprechen mit Inspektor Kate Wilson.“, hauchte ich etwas unsicher ins Telefon. „Hallo Dr. Kate Wilson, hast du meine Nachricht über unsere gemeinsame Freundin Rebecca Marie Calingez bereits erhalten? Ich hoffe ich habe dich nicht überschätzt, …. Kate … du sagst ja gar nichts, ah, verstehe, anscheinend schon. Hier ein kleiner Tipp in die richtige Richtung, erblickst du die Nachricht nicht äußerlich, musst du sie im Inneren finden. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend, Dr. Kate Wilson!.“, mit diesen Worten legte er auf. Er oder Sie, die Stimme war verzerrt, ich realisierte erst im darauffolgenden Moment, dass es wirklich der Face-Ripper war. Welch außerordentlich geplanter Moment, in dem er mich, geradewegs über dieses Telefon erreicht hatte. Beobachtete er mich etwa? Das kann kein Zufall gewesen sein? Es gibt keine Zufälle, wie also war dies hier möglich? An Übernatürliches hatte ich noch nie geglaubt und doch erschien mir in diesem Moment, hier und jetzt, keine wirklich einleuchtende logische Antwort. Hatte der Face-Ripper eventuell Wanzen eingebaut? Oder zapfte er unsere Überwachungsanlage an? Übernahm er jetzt auch noch die Kontrolle über das ganze Polizeirevier? Und wenn schon, er wollte vor allem eines Kontrollieren, mich! Doch diese Genugtuung würde ich ihm auf keinen Fall gönnen. Luft, auf einmal bekomme ich keine Luft mehr. Der Anflug einer Panikattacke? All das hier wird mir zu viel, ich bin offensichtlich nicht geeignet solch einem psychischen Stress ausgesetzt zu werden. Warum fällt es mir gerade so schwer zu Atmen? Ich breche zusammen und sacke auf den Boden. Mit der einen linken Hand, versuche ich mich abzustützen an einem Schreibtisch, mit der anderen rechten, versuchte ich durch das Auflegen auf meinen Brustkorb Erleichterung zu erfahren, doch leider ohne Erfolg. Ich fing an zu Hyperventilieren und Ängste machten sich in meinem Innersten breit.

War das vielleicht ein Scherz von meinen Kollegen? Mein letzten Gedanken, die ich während dieser Panikattacke hatte, waren nur mehr von Angst geprägt, aber vor allem von einem bisher nicht alltäglichen Gefühl. Ich fühlte mich zwar allein, doch ich wusste, ich war es fortan nicht mehr. Er oder auch sie, würden mich beobachten und ein Teil von mir und dem kommenden Lebensabschnitt werden. Hilfe, ich habe Angst, ich bin alleine und keiner kann mir helfen. Helft mir doch. Um Gottes Willen, helft mir. Das war dann der Moment, da mein Körper Ohnmächtig wurde, ich das Bewusstsein verlor. Mein Körper der aufgehört hatte zu Atmen, lag nun reglos am Boden, inmitten eines leeren Büros voller verlassener Arbeitsplätze. Ich hoffe nur, dass man mich rechtzeitig findet, natürlich nur auf der unbewussten Ebene.

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