Es folgt ein angefangener Roman letzten Jahres im November. Ich bitte um Kritik, vielleicht schaffe ich es eines Tages, ihn doch noch fertig zu stellen. Um es gleich vorweg zu nehmen, die Geschichte handelt über einen Serienmörder, ist ab und zu wirklich sehr nervenkitzelnd und starker Tabak. Personen, denen solche Psycho-Thriller aufs Gemüt schlagen, bitte ich, dies hier nicht zu lesen. Vielen Dank!

Ich werde mal mit dem fünften Kapitel fortfahren, da er bis jetzt aus insgesamt 9. Kapiteln besteht, insofern, kann man von einer Reizüberflutung absehen. Wer Lust und Laune hat, den bitte ich, jedes Kapitel einzeln zu bewerten bzw. zu kritisieren.

Der nachfolgende, begonnene Roman ist geistiges Eigentum von Kalie (November 2008)!

5.

Sind es den die Träume, die uns überzeugen wollen, dass wir schlafen oder betritt unser Seelenkörper eine andere, unerforschte, verrückte Welt, die uns glauben machen möchte, wir wären frei?

© by KaLie

Ein Traum jagt den Anderen. Mehrere Tage schon kann ich nicht mehr durchschlafen, ohne schweißgebadet und schreiend aus meinen Träumen gerissen zu werden. Wann haben diese Träume angefangen? Ich kann mich nicht mehr erinnern. Es ist auf jeden Fall immer wieder der gleiche Traum. Anfangs tauche ich immer in einen roten Schleier ein, der sich anfühlt wie Samt oder Seide. Genau kann ich es leider nie eruieren da es ja nur ein Traum ist. Kann man überhaupt fühlen in einem Traum? Ich anscheinend schon. Ich weiß das ich es bin, obwohl ich mich nicht wirklich sehen kann. Ich fühle immer nur, dass ich nackt bin, da der Schleier meine nackte Haut umschmeichelt, doch ich bin nie alleine. Eine Frau befindet sich ebenfalls in meinem Traum, ich glaube zu wissen wer sie ist, aber sie ist nie nahe genug. Ich rufe einen Namen, ist es ihr Namen? Kate, Kate, Kate immer wieder Kate, doch die Frau dreht sich nicht um. Ich versuche sie zu erreichen. Es gelingt mir auch immer wieder. Ihr Körper fühlt sich warm an sobald ich sie berühre. Ich versuche sie zu mir umzudrehen. Es wird kalt um mich herum, ich beginne zu frieren und sehe meine Atem , wie er ihr in ihren Nacken haucht. Langsam dreht sich ihr Körper zu mir um und ich bin gespannt auf ihr Gesicht, denn das ist das Einzige, das jetzt in diesem Moment zählt. Mein Körper ist schon halb erfroren, denn ich spüre nur mehr meine Hand die ihre Schulter berührt und meinen Kopf. Die Welt um mich herum scheint nicht mehr froh zu sein, sie ist nur mehr dunkel und kalt. Der einst Bordeaux rote Schleier hat seine Wärme verloren. Ich fühle mich jetzt alleine, doch jemand ist bei mir, es ist diese Frau, diese mysteriöse Frau die ihren Körper langsam dem meinem zu dreht. Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit, obwohl ihr Körper von der Kälte verschont wurde, dreht er sich nur in Sekunden schnelle zu mir um. Ein stechender Schmerz erfasst meine Gliedmaßen, es fühlt sich an, als ob mein Körper langsam zerbricht. Ich blicke an mir hinunter und muss feststellen, dass sich meine Beine langsam aber sicher von meinem Rumpf lösen. Wie aus Porzellan brechen sie unter meinem Körper hinweg. Tränen treten mir in die Augen, die Welt um mich herum beginnt zu verschwimmen. Gerade jetzt, wo ich meine Sehkraft bräuchte um endlich das Gesicht dieser Frau zu erblicken, legt sich ein Schleier auf meine Augen. Ich löse meine Hand von ihrer Schulter, ganz langsam und versuche die Tränen aus meinen Augen zu wischen. Auf die Gefahr hin, dass auch meine Hand noch in tausend Teile zerbricht, bewege ich meinen Oberarm in meinem Gesicht hin und her, um wieder klar sehen zu können. Als ich wieder so halbwegs klar sehen kann, löst sich meine Hand vor meinen Augen im Nichts auf und die restlichen Bestandteile fallen zu Boden. Ich erleide unsägliche Qualen, kein Mensch kann sich das vorstellen. Nicht viel mehr ist von meinem Körper übrig geblieben, entstellt für immer, so fühlt es sich gerade an. Langsam hebe ich meinen Kopf und blicke der Frau ins Gesicht. Doch da ist nichts, kein Gesicht. Ich sehe nur Haut, mehr ist hier nicht zu erkennen. Wer ist Sie?

Danach erkenne ich erst den Ernst der Lage, ich fange an zu schreien, so gut es eben geht. Schreie wie ein Neugeborenes, dass zum Ersten mal mittels seiner Lunge atmen lernt und all das Leid der Welt zu spüren bekommt. Das ist dann der Moment, in dem ich schweißgebadet aus diesem unheimlichen Traum aufwache, alleine in meinem Bett. Ich brauche immer wieder ein paar Sekunden um mich wieder neu zu orientieren, aber gesund kann das nicht sein. Jedes mal hoffe ich, dass es diesmal das letzte mal war, diesen Traum geträumt zu haben. Ich hoffe es war diese Nacht.

Ende Kapitel 5    >>Next Kapitel 6

Advertisements