Es folgt ein angefangener Roman letzten Jahres im November. Ich bitte um Kritik, vielleicht schaffe ich es eines Tages, ihn doch noch fertig zu stellen. Um es gleich vorweg zu nehmen, die Geschichte handelt über einen Serienmörder, ist ab und zu wirklich sehr nervenkitzelnd und starker Tabak. Personen, denen solche Psycho-Thriller aufs Gemüt schlagen, bitte ich, dies hier nicht zu lesen. Vielen Dank!

Ich werde mal mit dem vierten Kapitel fortfahren, da er bis jetzt aus insgesamt 9. Kapiteln besteht, insofern, kann man von einer Reizüberflutung absehen. Wer Lust und Laune hat, den bitte ich, jedes Kapitel einzeln zu bewerten bzw. zu kritisieren.

Der nachfolgende, begonnene Roman ist geistiges Eigentum von Kalie (November 2008)!

4.

Frust und Kummer, die ständigen Begleiter der Menschheit, doch von welcher Kraft zerren sie? Wenn die Grausamkeit durch die Welt zieht und seine Blutopfer fordert, ist sie die Kraft die, die treuesten Begleiter der Menschheit an sich zerren lässt?

© by KaLie

Die Kriminaltechniker hatten den Brief bereits auf Fingerabdrücke oder auf jegliche andere Spuren wie Körperflüssigkeiten, Hautschuppen oder Haare untersucht, doch leider konnten sie nichts finden, dass einzige, das sie mit Sicherheit feststellen konnten war, dass dieser Brief mir gehörte. Als ich ihn öffnete strömte mir ein süßlicher Duft entgegen und kurz darauf fühlte ich mich benommen. Ich musste mich setzten und versuchte den Geruch nicht mehr einzuatmen. Die Schrift verschwamm vor meinen Augen bei dem Versuch sie zu entziffern doch es hatte keinen Sinn, ohnmächtig ließ ich den Brief zu Boden fallen. So wie der Brief zu Boden fiel, legte sich auch ein Bordeaux roter Schleier über mich. Es war ein sanftes Gefühl, ich schien in eine Welt einzutauchen, in der ich nicht wirklich eine Rolle spielte, sondern nur das Ganze. Langsam und sehr träge sah ich an mir hinunter und bemerkte, dass ich nackt war. Der Schleier änderte seine Form und plötzlich begann er zu fließen. Ein Fluss aus Blut steuerte direkt auf mich zu, doch ich war wehrlos, ich konnte mich nicht bewegen als er in mich eindrang und durch meinen Körper zirkulierte. Es war durchaus angenehm und warm, ich glaubte zu wissen wie ich mich gerade im Moment fühlte. Wie in einem Uterus. Geborgen und sicher.

Und dann plötzlich entdeckte ich etwas, wusste anfangs nicht was es war, doch es war mir nicht unbekannt. Ich hörte etwas schlagen, jedoch war es nicht mein Herz, sondern das Herz eines anderen. Ich war nicht alleine. Es hatte den Anschein als teilte ich mir hier den Platz im Uterus einer Schwangeren. War es etwa meine Mutter als sie mit mir Schwanger war? War es die Erinnerung an etwas, dass in Wirklichkeit nie existiert hatte? Stille, ich hörte das Herz nicht mehr schlagen, ich bekam Panik und plötzlich auch keine Luft mehr. Ich wollte schreien doch es ging irgendwie nicht, es hatte sich etwas um meinen Hals gewickelt, die Nabelschnur? Meine inneren Eingeweide verrenkten sich, so als ob nicht mehr ausreichend Platz für sie in meinem Körper wäre. Ich hatte ein Gefühl als wollte mein Bauch gleich jeden Moment platzen und das tat er auch. Mein Dickdarm, mein Magen alles an inneren Organen quoll heraus und ich würgte einen endgültigen Schrei aus meiner Kehle.

Ich schrie als ich wieder zu mir kam und John stand vor mir und hielt mich in seinen starken Armen. „Beruhige dich Kate, es war nur ein Traum. Du solltest nicht während deiner Arbeit schlafen.“, sprach er ruhig um mich nicht weiter aufzuregen. Ich erzählte ihm kurz von meinem Alptraum und dem süßen Duft den ich wahrgenommen hatte nachdem der Brief geöffnet war und obwohl die Kriminaltechniker den Brief noch ein zweites Mal genauestens untersuchten, fanden sie keine Spur eines derartigen Nervengiftes. Wurde ich jetzt etwa schon verrückt? Ich war schließlich hier für die Verrückten zuständig und nicht umgekehrt. Was war heute denn nur mit mir los? John schickte mich nach Hause, ich sollte mich mal so richtig ausschlafen und von meinem, wie er es so nett formulierte, Schockzustand erholen. Es kam mir auch gar nicht Ungelegen, denn ich war müde und erschöpft und brauchte jetzt ein bisschen Zeit für mich selbst um wieder einen klaren Kopf zu kriegen. Die Arbeit jedoch nahm ich teilweise mit zu mir in mein Appartement, denn aus Erfahrung wusste ich bereits, dass die Arbeit zu Hause nicht aufhörte, sondern einen großen Teil meiner noch geringen Freizeit in Anspruch nahm. Es ließ mir keine Ruhe und ich hätte auch keine Sekunde schlafen können, hätte ich nicht gewusst, dass ich auch zu Hause noch einen Teil meiner Unterlagen bearbeiten konnte.

So ging mein Tag also vorüber, mit dem Brief eines metzelnden Serienmörders, einem undefinierbaren Duft der mich in eine Art Trance Zustand versetzt hatte und mir wahrlich einen sehr wirren Traum schenkte und der Tatsache, dass ich schon an diesem Morgen wusste, dass heute kein guter Tag zum Aufstehen für mich sein würde. Hinzu kam natürlich noch die Blamage gefunden zu werden von meinem Mentor John und das Rudel von Hyänen, das aus meinen Kollegen bestand, die sich das Schmunzeln und Lachen nicht verkneifen konnten, weil unser Chef mich beim Schlafen gefunden hatte und mich in seinen Armen hielt. Es war natürlich klar, das meine guten Freunde hier am Revier ihre eigene Interpretation zu diesem Szenario fanden. Ich hoffte nur noch auf mein Bett um endlich schlafen zu können um dieser grausamen Welt zu entrinnen.

Ende Kapitel 4    >>Next Kapitel 5

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