Es folgt ein angefangener Roman letzten Jahres im November. Ich bitte um Kritik, vielleicht schaffe ich es eines Tages, ihn doch noch fertig zu stellen. Um es gleich vorweg zu nehmen, die Geschichte handelt über einen Serienmörder, ist ab und zu wirklich sehr nervenkitzelnd und starker Tabak. Personen, denen solche Psycho-Thriller aufs Gemüt schlagen, bitte ich, dies hier nicht zu lesen. Vielen Dank!

Ich werde mal mit dem dritten Kapitel fortfahren, da er bis jetzt aus insgesamt 9. Kapiteln besteht, insofern, kann man von einer Reizüberflutung absehen. Wer Lust und Laune hat, den bitte ich, jedes Kapitel einzeln zu bewerten bzw. zu kritisieren.

3.

Unwissenheit gepaart mit Unschuld schützt vor der Strafe der Zeit nicht, den Unwissenden ist das Ausmaß der Ewigkeit in Verbindung mit der destruktiven Kraft des Hasses nicht bekannt und doch, trifft es immer wieder Unschuldige, die für eine Schuld aus vergangener Zeit aufkommen müssen.

© by KaLie

Ich konnte es mir nicht erklären, warum der Mörder gerade mir einen Brief hinterlassen hatte. Ich war noch nicht lange als Polizeipsychologin tätig und mein Name war, seit dem ich mich mit diesem Fall beschäftigt hatte, noch nicht durch die Medien nach außen gedrungen. Woher also wusste er meinen Namen? Warum wusste er, dass ich daran arbeitete? Vielleicht hatte er mich von früher einmal an einem Tatort gesehen, aber wie hätte er oder sie wissen können wer ich bin? Das ist unmöglich, so etwas gibt es doch nicht oder? Es ist fast alles genau so wie in einem schlecht inszenierten Hollywood Thriller, indem nach und nach die unschuldigen Teenager, eine Reisegruppe oder ein ganzes Dorf sterben muss, auf Grund eines allmächtigen Serienmörders. Allmächtig, warum denn eigentlich, ja weil Mörder solcher Art meistens in derartigen Filmen immer in zwei allgemein gültige Formen definiert werden. Entweder sie weißen einen hohen IQ auf, oder aber sie sind sozial in der untersten Schicht aufgewachsen, ohne Leitfigur, ohne Liebe. Leider auch nicht sehr intelligent, aber wahnsinnig genug und oft auch geführt von einem Alpha-Menschen, der ihre Energie in die geeignete, für Hollywood metzelnde, dramatische Bahn lenkt um die Spannung keinesfalls zu unterbrechen. Gott sei Dank ist dies bloß reine Fiktion, sicher einige Ausführungen mögen schon den Tatsachen des realen Lebens nach empfunden sein, doch die Regisseure müssen leider immer wieder übertreiben um die notwendigen Gagen für ihren Film wieder einzuspielen.

Zurück also zu meinem Serienmörder, der leider, so hat es den Anschein, der Fiktion entsprungen und in die reale Welt gewechselt ist und noch grausamer ans Werk geht als alle nachempfunden Werke aus der Vergangenheit. Bevor ich mich überwinden kann diesen Brief zu lesen, wie kam er auf mich? Ob es hier im Revier eine undichte Stelle gibt oder gar unser Mörder ein hier angestellter Beamter ist? Jemand aus dem Sekretariat oder jemand vom Putztrupp? Ist es vielleicht ein Mitarbeiter meines Lieblings Italieners, bei dem ich jeden Samstag wenn ich Zeit habe esse oder hat sich gar einer meiner Kollegen einen kranken Scherz erlaubt um mir Angst zu machen. Ich bin hier ja schließlich die neue und bis auf meinen Mentor kenne ich alle erst seit drei Monaten hier. Manche sind mir ein wenig sympathisch andere weniger und neunzig Prozent meiner Kollegen leider überhaupt nicht. Ich wusste nicht, dass es so hart werden würde, in meinem Traumberuf Fuß zu fassen. Vielleicht war es ja deswegen weil ich eine Frau war und mich nicht unbedingt gleich vom nächst Besten ins Bett zerren ließ, schon gar nicht, wenn ich wusste, das diese jenen Kollegen verheiratet waren. Das einzige was ich für derartige Personen übrig hatte war Verachtung, vielleicht war ich deswegen hier so beliebt?! Na ja, man konnte es ihnen ja auch nicht verdenken, das sie gewisse Annäherungsversuche gewagt hatte, schließlich sah ich nicht schlecht aus und der Mensch ist schließlich auch dementsprechend von seinen Erbanlagen und Ur-Instinkten geprägt, die ihn in dergleichen Situationen manövriert. Jeder Mann und jede Frau sind schließlich darauf aus ihre Gene weiterzugeben, vor allem der Mann und suchen sich eine Partnerin oder einen Partner aus, der gesund und hübsch aussieht, um so eine bestmöglichste Mischung aus Genen weiter zu vererben. Immer positiv denken, nicht wahr Kate? Humbug, ich sollte mich näher mit dem Fall beschäftigen und nicht in irgendein Gedankenwirrwarr abgleiten. Ich glaube schön langsam aber sicher, dass ich mir wirklich immer zu viele Gedanken über die Dinge in meiner Umwelt mache, so wie es mir meine Freundin schon jahrelang predigt.

Mal abgesehen von meinem Abgleiten vom Fall, so schlimm sind Grübeleien auch wieder nicht, so weiß ich wenigstens das alles in meinem Gehirn noch so halbwegs funktioniert und nicht schon ganz verkalkt ist. Also um ein letztes mal darüber nach zu denken, warum der Brief ausgerechnet an mich adressiert war. Welche Möglichkeiten gäbe es noch, die bis dato außer Acht gelassen habe. Er muss mich kennen. Oje, ich glaube das würde ich nicht verkraften, ein Serienmörder der mich kennt. Vielleicht sogar ein Bekannter, ein Freund oder gar ein Verwandter aus fernen aber auch engsten Familienkreis wäre möglich. Das hätte ich mir nie gedacht, aber nur keine voreiligen Schlüsse ziehen. Es sind jetzt nur einmal Möglichkeiten, das kommt davon, weil ich immer zu weit vor denken muss. Ich warte besser auf den Brief das wird das Beste sein. In der Zwischenzeit werde ich mir einen Kaffee holen um wieder etwas munterer zu werden und dann eine Auflistung aller in Betracht kommenden Möglichkeiten erstellen. Jetzt bin ich in meinem eigenen Alptraum, jetzt ist das eingetroffen, dass ich immer gefürchtet hatte. Kontakt aufzunehmen mit einem bereits inhaftierten Mörder war nie ein Problem für mich gewesen, doch ein skrupelloser Serienmörder, der nicht mal vor Kindern halt mach und dann auch noch zu mir Kontakt aufnahm, dass war dann doch ein wenig zu viel mir mich. Jetzt heißt es nur noch warten auf meinen Brief.

Ende Kapitel 3    >>Next Kapitel 4

Advertisements