Es folgt ein angefangener Roman letzten Jahres im November. Ich bitte um Kritik, vielleicht schaffe ich es eines Tages, ihn doch noch fertig zu stellen. Um es gleich vorweg zu nehmen, die Geschichte handelt über einen Serienmörder, ist ab und zu wirklich sehr nervenkitzelnd und starker Tabak. Personen, denen solche Psycho-Thriller aufs Gemüt schlagen, bitte ich, dies hier nicht zu lesen. Vielen Dank!

Ich werde mal mit dem zweite Kapitel fortfahren, da er bis jetzt aus insgesamt 9. Kapiteln besteht, insofern, kann man von einer Reizüberflutung absehen. Wer Lust und Laune hat, den bitte ich, jedes Kapitel einzeln zu bewerten bzw. zu kritisieren.

Der nachfolgende, begonnene Roman ist geistiges Eigentum von Kalie (November 2008)!

2.

Denn wer dem einst verstoßenen Kind, die Augen für die Welt der Grausamkeit öffnet, öffnet damit auch das Tor zum Höllenschlund. Doch erscheint es dem Kind als Himmel auf Erden, denn es ist geblendet von dieser Welt, die für uns verkehrt und voller Perversion erscheint.

© by KaLie

Immer schon, bereits in frühster Kindheit, hab ich mich nach dem Schmerz verzerrt. Ich wollte gepeinigt werden, es trieb mich immer wieder an. Da ich schon seit ich denken kann, von anderen beschimpft und missbraucht worden bin, habe ich auch bereits im zarten Alter von fünf Jahren, mich dabei ertappt, als ich völlig bewusst ein lebensgroßes Stofftier mit dem Messer aufschlitzte. Es war ein Moment der Befriedigung, als ich das Messer in das rosarote Plüschtier rammte und dabei an all die Ungerechtigkeiten dachte, die mir die Kinder im Kindergarten oder beim Sport oder beim Spielen bereits angetan hatten. Kleine Kügelchen aus Styropor traten aus dem Plüschtier und überschwemmten mit einem mal den ganzen Boden. So wie Blut es tat, wenn ich mein Messer in einen warmen noch lebenden Körper rammte. Ich visualisierte ihr Gesicht und dachte damals schon daran wie sie durch mich sterben würden. Es war eine Art Trieb, der es mir ermöglichte, endlich mit dem Weinen aufzuhören. Ja, das war eines meiner ersten Erlebnisse, dass ich mich als Opfer auflehnte und zum Täter wurde. Meine passiv-aggressive Seite kam zum Vorschein und es schien mir tatsächlich zu gefallen mein Messer in den Eingeweiden anderer zu wetzen. Ich war mir meiner Tat völlig bewusst. Gerade eben hatte ich einen meiner einzigen Freunde in meinem jungen leben ein Messer in den Bauch gerammt mit der Vorstellung es wären all jene, die mich auf Grund meines Aussehens, meiner Kleidung und meines Verhaltens bereits verspottet hatten. Egal ob ich es ihnen gleich tat oder versuchte mich ihnen anzupassen, ich war immer schon anders. Nie fand ich einen Anschluss, außer zu Objekten die bereits bewegungslos waren. Tränen drangen mir bereits in die Augen, als ich in das Lächeln meines Stofftieres sah. Jetzt hatte ich bereits meinen stummen Freund umgebracht, was würde ich erst mit einem Fein anstellen?

Ich war mir meiner Schuld bewusst, weinte um meinen Freund. Doch nach einer Weile konnte ich sein strahlendes Gesicht nicht mehr sehen. Ich hörte auf zu weinen und nahm seinen Kopf in meinen Schoß. Langsam und konzentriert fing ich an, sein Gesicht mit dem Messer an den Nähten raus zu lösen. Wie ein Chirurg ging ich vor, mit einer ruhigen Hand. Später dann holte ich Nadel und Faden und nähte sein Gesicht zu, sodass er mich nicht mehr ansehen konnte. Es war beruhigend, ich hatte kein schlechtes Gewissen mehr und musste auch nicht mehr weinen, denn er war nun ein anderer, nicht mehr mein Freund. Er stand für all jene, die mir bereits so zugetragen hatten. Die mich für ihre Launen und Späße missbraucht und beschimpft hatten. Er war eine Art Crash-Dummy für mich und mein weiteres Leben. Ich habe ihn heute noch, doch leider reicht er schon lange nicht mehr als mein Ventil. Vor allem seit ich sie kenne. Sie ist so dumm und doch hat sie es geschafft ihre Träume zu verwirklichen. Sie lebt mein Leben, wurde in ihrem Leben immer von anderen gestützt. Ihr war Hilfe nie versagt, sie war nie allein. Sie hat mich vergessen, doch jetzt wird es Zeit mich wieder in Erinnerung zu rufen.

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